Bohrwurm frisst sich durch Ostsee-Häfen: Vejle zahlt 3,5 Millionen Euro

Albtraum der Seefahrer

Im Vejle Yachthafen hat eine Inspektion eine massive Zerstörung durch den Bohrwurm Teredo navalis zum Vorschein gebracht. Tragende Pfähle sind zerfressen wie auch Teile des Wellenbrechers. Die Arbeiten haben eine massive Investition erfordert. Der Wurm, der eigentlich eine Muschel ist und schon vor Jahrhunderten Flotten vernichtete, wird aggressiver.

Ein vom Bohrwurm zerfressener Buhnenpfahl. © Ralf Roletschek/wiki

Seit gut acht Monaten wird am Vejle Lystbådehavn gearbeitet, um die Schäden zu beheben. Genau 164 Pfähle werden durch Alternativen aus Beton ersetzt. Während der Reparatur ist der Hafen mit seinen 650 Liegeplätzen zeitweise eingeschränkt zu benutzen. Die Arbeiten sollen noch bis zum Sommer 2026 dauern. 

Laut DR.dk ist der Befall der Hölzer, die auch einige Hafenanlagen stützen, deutlich schneller vorangeschritten als zuletzt zu beobachten war. Das bestätigt die Wissenschaftlerin Anne Marie Høier Eriksen in dem Bericht, leitende Forscherin am Nationalmuseum. Das Museum behält den Bohrwurm seit 1997 im Auge, da er auch historische Schiffswracks befällt.

Hafen von Vejle
Der Hafen von Vejle am westlichen Ende des gleichnamigen Fjordes, der in den Kleinen Belt führt. © Orca

Dafür hat es in mehreren dänischen Häfen Holzklötze versenkt, um die Ausbreitung zu beobachten. Das Ergebnis deckt sich mit den Schäden in Vejle: Der Zerfall schreitet deutlich schneller voran als bisher.  Nach zwei Jahren sind sie vollständig zerfressen.

Der unsichtbare Zerstörer

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