Immer mehr Marinas in Europa, auch entlang der Ostseeküste, setzen auf die digitale Liegeplatzbuchung. Einfach per App oder Online-Plattform den Liegeplatz auswählen, reservieren, bezahlen und fertig. Segler spaltet das in zwei Lager. Wir haben uns beide Positionen genauer angesehen.

Freudig kündigt vergangene Woche die Marina Kühlungsborn auf ihrem Facebook Kanal an, dass Liegeplätze nun über den Anbieter Dock24 mittels QR-Code online gebucht werden können. Was im Mittelmeer bereits stark verbreitet und Usus ist, macht sich nun auch immer mehr an der Ostsee breit: die digitale Liegeplatzbuchung per App, QR-Code oder Webseite. Der freie Liegeplätze werden online angezeigt, direkt reserviert und oft auch unmittelbar bezahlt.
Für viele Segler ist das ein praktischer Fortschritt, für andere ein großer Verlust auf mehreren Ebenen. Immer mehr Anbieter drängen auf den Markt, schließen Kooperationen mit Häfen und Marinas. Der ADAC bietet in seiner „Skipper-App“ Liegeplatzbuchungen gleich über mehrere Partner an, wie DockBooking, Dockspot oder mySea. Imme mehr Häfen rüsten um und auf.
In Kommentaren, Foren und Gesprächen an den Stegen zeigt sich, dass die Diskussion die Segler beschäftigt. Es geht um Sicherheit, Planung und Effizienz – aber ebenso um Spontaneität, Tradition, persönlichen Kontakt und den Geist des Fahrtensegelns. Die Argumente beider Seiten sind nachvollziehbar. Welche Argumente sprechen dafür, welche dagegen?

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