Nach Schiffbruch: Gericht verurteilt Eigner wegen zerstörter Seegras-Wiesen

Ein Urteil, dass deutliche Zeichen setzt

Das Ankern auf Posidonia-Seegraswiesen ist in weiten Teilen des Mittelmeers seit Jahren verboten. Nun hat ein französisches Gericht erstmals einen Bootseigner schuldig gesprochen mit hoher Strafe belegt. Sein Schiff war zuvor in einer Seegraswiese gesunken. 

In der Seegraswiese gesunken © Golfe du Saint-Tropez

 

Die 18 Meter lange Motoryacht „Blue Velvet“ lag im August 2021 vor der Bucht von Gigaro (La Croix-Valmer) vor Anker, als sie sich während eines schweren Sturms losriss und auf den felsigen Küstenbereich getrieben wurde und sank. Dort saß sie fest. Mehrere Bergungsversuche scheiterten, unter anderem wegen der exponierten Lage in der Brandungszone und der Wetterbedingungen. Da das Wrack über Wochen und Monate nicht entfernt werden konnte, wurde es durch Wind und Wellen zunehmend zerstört. Im Herbst 2021 zerbrach die Yacht schließlich in mehrere Teile, die sich über den Meeresboden verteilten und dabei rund 200 Quadratmeter einer geschützten Posidonia-Seegraswiese beschädigten.

Das Ganze hat für den Eigner nun schwerwiegende Folge, denn ein Gericht verhängte nun deutliche Strafen gegen ihn und sprach ein deutliches wie wegweisendes Urteil.

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