Kaum vier Wochen nach dem gut vier Jahre verspäteten Start steht die neue Elektro-Schleifähre „Missunde III“ schon wieder still. Die Verbindung zwischen Missunde und Brodersby wurde erneut eingestellt – diesmal wegen Problemen im Antriebssystem. Nach Angaben des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein soll die Fähre nun mindestens bis Mitte Juni ausfallen.

Die vor etwa vier Wochen scheinbar beendete endlose Posse rund um die Schleifähre in Missunde hat eine neue Dimension erreicht: Auslöser ist ein beschädigter Antriebsriemen. Bereits wenige Tage zuvor war nach Informationen des Betreibers ein erster Riemen gerissen und gegen ein Ersatzteil ausgetauscht worden.
Weil neue Ersatzriemen nicht rechtzeitig geliefert werden konnten, lief die Fähre zunächst weiter – offenbar in der Hoffnung, dass das verbliebene Bauteil noch durchhält. Doch auch dieser zweite Riemen zeigte inzwischen starke Schäden. Um einen kompletten Ausfall mitten auf der Schlei zu verhindern, wurde die Fähre vorsorglich außer Betrieb genommen.
Der erneute Stillstand fiel ausgerechnet in die Pfingstzeit – traditionell eine der belebtesten Phasen auf der Schlei. Der Betreiber verweist darauf, dass ein liegengebliebenes Fährschiff zwischen den zahlreichen Segelbooten und Ausflugsschiffen ein erhebliches Sicherheitsrisiko dargestellt hätte.

Schreibe einen Kommentar