Stephan Bodens Kolumne: Segeln macht komisch. Vor allem die Sprache.

„Was?“

Es gibt einen Moment im Leben eines Seglers, an dem man merkt, dass das Hobby endgültig Besitz von einem ergriffen hat und das Leben bestimmt. Es ist nicht der erste Törn. Nicht der bestandene SKS.  Es ist auch nicht das erste eigene Boot. Es ist die Sprache. 

Segeln macht komisch. Vor allem die Sprache. © Stephan Boden

 

Genauer gesagt: Es ist der Moment, in dem man in einem völlig normalen Gespräch das Wort „Tampen“ benutzt und das Gegenüber mit einem irritierten „Was?“ antwortet.

Genau dann ist es passiert.

Segeln verändert nicht nur die Freizeitgestaltung, den Freundeskreis und den Kontostand (leider negativ). Segeln verändert auch die Sprache. Und zwar so schleichend, dass man es selbst oft gar nicht bemerkt. Irgendwann sind Seile plötzlich Tampen. Aus einem Fach im Küchenschrank wird ein Schapp. Hinten heißt nicht mehr hinten, sondern achtern. nach vorne wird zu „voraus“. Und links und rechts verschwinden ebenfalls langsam – aus dem Wortschatz und manchmal auch aus dem Kopf.

Besonders putzig wird es außerhalb der Segelwelt

 

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