Wie sich der Final-Krimi bei der 49er-WM in Quiberon auf den letzten Metern vor dem Ziel entschied. Jakob Meggendorfer und Andreas Spranger vom Bayerischen Yacht-Club waren an der letzten Tonne noch auf Goldkurs.

Es wird richtig eng an der letzten Luvtonne des finalen Top‑Ten‑Rennens. Ganz knapp finden die beiden deutschen Olympioniken Meggendorfer/Spranger, die 2024 noch im letzten Moment mit einem Sieg bei der Last Chance Regatta die Teilnahme bei den Spielen in Marseille geschafft hatten, eine Lücke vor dem niederländischen Dreifach‑Weltmeister Bart Lambriex. Anders als noch vor zwei Jahren, als sie als Underdogs Platz 11 vor Marseille erreichten, segeln sie diesmal mit um den Titel.

Sie überstanden die 12 Rennen bei teilweise brutalen Windbedingungen, bei denen einige Spitzenteams die Q‑Wende der Halse unter Gennaker bevorzugten, sowie schwierige Leichtwindrennen auf so hohem Niveau, dass sie auf Rang 3 in das Medaillenrennen einstiegen.
Die Live-Übertragung:
Die zuletzt höher eingeschätzten Team‑Kollegen Richard Schultheis und Fabian Rieger waren sogar noch etwas besser durch die ersten vier Tage gekommen und waren durch einen Sieg im 9. Goldfleet‑Rennen auf dem Bronzerang in den vorletzten Tag gestartet. Aber nach der Serie 21/18/24 im Feld der 25 Boote folgte der harte Absturz auf Rang 15. Sie verpassten das Finale der besten zehn.

Meggendorfer/Spranger quetschen sich durch die Lücke vor den Holländern, begehen nicht den häufigen Fehler, vor sie zu wenden und einen Penalty zu kassieren, und starten den letzten Vorwindkurs auf Rang 5 – das würde zur Goldmedaille reichen.

Aber dann beginnt das Drama.

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