Route du Rhum: Acht Ultims, 50 Knoten Spitze und ein Familien-Rücktörn aus Grönland

„40 Knoten Speed? Langsam!“

Sie sind 32 Meter lang, 23 Meter breit, fliegen mit bis zu 50 Knoten über den Atlantik – und bei der Route du Rhum werden alle acht derzeit existierenden Ultims gemeinsam starten. Titelverteidiger Charles Caudrelier kommt mit der radikalen neuen Gitana 18. Guirec Soudée muss dagegen erst einmal mit seiner Familie aus Grönland zurückkehren.

Bei 40 Knoten fühlt sich Charles Caudrelier neuerdings langsam. Das muss man sich erst einmal auf der Zunge zergehen lassen: 40 Knoten sind 74 Kilometer pro Stunde. Auf einem 32 Meter langen Trimaran, auf dem Atlantik, aber bitteschön alleine. Und der Mann am Steuer hat den Eindruck, dass da eigentlich noch etwas gehen müsste. Vielleicht ist dieser eine Satz die beste Beschreibung dafür, wohin sich die Ultim-Klasse entwickelt hat. Knapp sechs Wochen vor dem Start der Route du Rhum am 1. November in Saint-Malo sind die Karten jedenfalls weitgehend verteilt. Und seit wenigen Tagen wissen wir auch, wie viele dieser fliegenden Monster tatsächlich Richtung Guadeloupe starten sollen: acht.

Acht Ultims am Start

Das klingt zunächst nicht nach sonderlich viel. Bei den IMOCA oder Class40 wäre eine acht Boote starke Flotte eine ziemlich übersichtliche Veranstaltung. Bei den Ultims bedeutet es: alle – die acht derzeit existierenden Ultims wollen in Saint-Malo antreten. Noch im April waren offiziell sechs gemeldet. Dann kam Alexia Barrier mit IDEC hinzu, und am 17. September bestätigte schließlich auch Guirec Soudée seine Teilnahme mit Liamm. Damit reicht das Spektrum vom gerade erst zu Wasser gelassenen, mit rund 500 Sensoren vollgestopften Hightech-Ultim Gitana 18 bis zu Konstruktionen, die aus einer vollkommen anderen Epoche der Hochseetrimaran-Entwicklung stammen. Und zu einem Skipper, der gerade noch etwas anderes zu erledigen hat: Guirec Soudée befindet sich nämlich noch auf dem Rückweg aus Grönland. Auf einem Fahrtenboot, mit seiner Frau und zwei kleinen Kindern.

Guirec Soudée
Sunnyboy Soudée auf seinem Ultim-Trimaran während seiner Weltumseglung „verkehrtrum“ © soudée

 

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Ein Kommentar zu „Route du Rhum: Acht Ultims, 50 Knoten Spitze und ein Familien-Rücktörn aus Grönland“

  1. jorgo

    sagt:

    Die armen Meeressäuger. Sie schlafen an der Oberfläche und werden „barbiert“ – von Barbaren!
    Was soll dieser Wahnsinn? Verschwendung von Resourcen und blindwütige Zerstörung nur für den eigenen Ruhm…..

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