Stephan Bodens Kolumne: Über Menschen, die die boot Düsseldorf stärken

„Das ist kein Marketing, das ist gelebte Szene.“

Vier Tage boot Düsseldorf sind genug, um sich ein recht belastbares Bild zu machen. Genug Zeit für Gespräche, für Streifzüge durch Hallen, für Eindrücke, fürs genauere Hingucken. Und auch genug Zeit, um festzustellen, dass diese Messe in diesem Jahr eine ganz andere ist als noch zuvor. Sie ist besser geworden. Auch dank vieler Menschen.

Es riecht nach Steg. © Stephan Boden

Im vergangenen Jahr hatte ich mich nicht zurückgehalten mit Kritik. Vor allem der Segelbereich wirkte ausgedünnt, einzelne Hallen fast abgehängt, die Wege lang und die Atmosphäre an den Randlagen stellenweise gespenstisch. Das fühlte sich nicht nach Zentrum einer Szene an, sondern eher nach Flaute. Wer segelt, kennt dieses Gefühl von Flaute nur zu gut, aber auf einer Messe möchte man es eigentlich nicht erleben. Nach der Kritik folgten intensive Gespräche, auch hier im Podcast mit dem Chef der boot, Petros Michalidakis. Die Kritik sollte auch kein Draufhauen sein, sondern dazu beitragen, hier und dort was zu verbessern. 

Fachsimpeln, Steg riechen

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10 Antworten zu „Stephan Bodens Kolumne: Über Menschen, die die boot Düsseldorf stärken“

  1. Horst Rudorffer

    sagt:

    Die Deutsche Shark24 Klassenvereinigung war schon mindestens 40 Mal auf der boot vertreten. Diese Jahr hatten wir den schönsten Stand mit sogar zwei Booten (siehe o.a. Foto) Einmal Fahrten- und einmal Regattaversion. Und das zu deutlich günstigeren Konditionen. Alles super dieses Jahr. Wir kommen nächstes Jahr wieder. Alfred bricht direkt anschließend zu seinem Törn über den Nordatlantik nach Kanada auf, um dort mit einer Leihshark24 an der Weltmeisterschaft teilzunehmen.

  2. Claus Martin Fuhrmann

    sagt:

    Ich finde überhaupt nicht, dass die Messe besser geworden ist. Wenn man ein „Ausstellungsstück“ besichtigen möchte wird man auf „Morgen“ vertröstet oder man soll es nochmal gegen 17,30 Uhr versuchen. Ich war nicht am Samstag oder Sonntag auf der Messe , sondern am Dienstag den 20.01.2026. Es war zwar gut besucht an dem Tag, aber nicht so, dass man sich durch die Gänge schieben musste.

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    1. Die boot selbst hat nichts mit der Terminvergabe der Händler zu tun. Abgesehen davon kann man mit nahezu jedem Aussteller schon weit vor der Messe Termine machen. Darf ich fragen, um welches Boot es sich handelte?
      Und was passiert, wenn einfach alle Besucher ohne Regulierung auf die Boote gehen, hat man in Friedrichshafen bei der Sunbeam gesehen. Auch dort geht nun ohne Termin nichts mehr.

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  3. Andreas

    sagt:

    „Die Feder ist mächtig – besonders, wenn man sie bezahlt.“ So schnell kann man augenscheinlich seine Meinung ändern, obwohl sich bei der boot nicht viel geändert hat, im Gegenteil, viele freie Flächen in Halle 16, Katamarane mit reingenommen deutlich breitere Gänge und die Seiten voller kleiner Lückenfüll-Aussteller, die da gar nicht hingehören. Man kann sich alles schön schreiben…es lebe die Partnerschaft – Unabhängigkeit ade. Würde gerne mal wissen, wie Segelreporter diese „Partnerschaft“ definiert, jeder Bericht von SR über die boot scheint nicht mehr objektiv, es ist Werbung, schade!

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    1. Das ist aber echt plump gedacht. Die Podcast Partnerschaft hat nichts mit meiner Kolumne zu tun, erst Recht nichts damit, dass ich die ehrenamtlichen Aussteller der KVs positiv erwähne. Übrigens habe ich vergangenes Jahr im Vorfeld und auch nach der Messe trotz aller Kritik sehr positiv und wohlwollend über die boot geschrieben. Übrigens schon immer, auch weil ich sie überaus wichtig finde. Vielleicht lieste das nochmal.

      Und die Messe ist wesentlich besser als letztes Jahr, wo die 15 und 16 teilweise abgehängt war. Es sind mehrere Werften zurück gekehrt.

      Generell solltest Du jedoch an keine Messe die Erwartungen haben wie vor 20 Jahren. Viele einst riesige Messen wie CeBit und Co gibt es nicht mehr. Andere Bootsmessen schrumpfen immer mehr oder sind weg. Zeiten ändern sich. Was sich nie ändert: Bedenken, Zweifel, Meckern.

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      1. Andreas

        sagt:

        nein, nein Stefan, sorry aber deine Antworten hier stinken zum Himmel! Das ist eine 180 Grad Wendung zu deinen negativen und abwertenden links liberalen Berichten, Kolumnen, was auch immer vom letzten Jahr der boot! Die Segelhallen haben sich keinen deut verbessert,im Gegenteil es wurde kosmetisch optimiert, mehr nicht, das ist Augenwischerei u wenn die bezahlte Partnerschaft mit der boot nicht wäre würdest du genause jetzt negativ nörgeld über die Messe u Entwicklung schreiben wir vor einen Jahr! Mehr Heuchelei geht wirklich nicht…willkommen im Kapitalismus!

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        1. „24. Januar 2025
          von Stephan Boden

          Vier Tage boot Düsseldorf liegen hinter mir. Die Messe macht einen guten Eindruck, die Besucherzahlen sind anscheinend zufriedenstellend. Also alles gut? Nein, vor allem bei Segelbooten nicht.“
          Findest Du das abwertend? Nörgelnd?

          In diesem Jahr war es bei den Segelbooten messbar besser. Die großen deutschen Werften sind wieder da gewesen, Sunbeam auch usw. Ich bleibe dabei und das habe ich auf der Messe oft gehört: Es war wesentlich besser.

          Und noch eine Frage: „Abwertende Linksliberale Messeberichte“…Was soll das sein?

          Vermutlich kannst Du die Artikel gar nicht lesen. Sonst wüsstest Du, was ich geschrieben habe.

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        2. Pogo850

          sagt:

          @Anreas: ich finde, Deine Kritik an Stephan weder sachlich, noch angemessen und irgendwie unter der Gürtellinie. Solltest vielleicht mal ’nen Gang zurückschalten.

          Ich fahre jedes Jahr 2 Tage auf die Messe. Dieses Jahr war es in jedem Fall besser, als letztes Jahr – wenn auch nur ETWAS besser. Aber ich glaube, Stephan hat schon Recht: Messen haben es heutzutage schwer, deswegen werden es auch immer weniger und da gibt es ja wahrhaftig genügend Beispiele.
          Wir alle, ich auch, sind viel im Netz unterwegs, aber ich freue mich jetzt schon wieder auf die nächste Boot.
          Die direkten Gespräche an den Ständen sind einfach (für mich) wichtig. Wo sonst haben wir die Möglichkeit, mit den Herstellern/Händlern direkt zu sprechen ? Ich jedenfalls nirgends sonst.
          Und ich besichtige jedes Jahr 1-3 Boot und normalerweise kann ich gleich drauf, oder nach sehr geringer Wartezeit.
          Karma ?
          😉

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  4. Sven 14Footer

    sagt:

    Lieber Stephan, vielen Dank für diesen Messebericht. Ich glaube die Messe boot ist gut beraten den Klassenvereinigungen ein akzeptables Angebot zu machen. Ich weiß das immer wieder auf den JHVs der Klassenvereinigungen über einen Stand auf den Messen, allen voran die boot, diskutiert wird. Die Standgebühren sind immer ein großer Posten für eine Klassenvereinigung und auch das Personal für den Standdienst zu finden ist eine Herausforderung. Aber es lohnt sich, wenn es klappt. Nur wenn der Gebrauchtboothandel läuft und es eine lebendige Segelszene gibt lassen sich auch neue Yachten verkaufen. Denn wir Yachties müssen unsere bisherigen Yachten verkaufen können, um eine neue zu bestellen.

    1. Lieber Sven. Ja, ich weiß, dass das immer ein großes Thema in den KV ist. Und Du hast Recht. Deshalb muss man der boot-Leitung auch ein Lob aussprechen, schließlich ist letztes Jahr das von Dir geforderte Angebot gemacht worden. Man muss allerdings dabei immer bedenken, dass eine Messe jedoch keine caritative Einrichtung ist, also auch Geld verdienen muss. Es ist irgendwie immer eine Gratwanderung.

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